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Allianz: Performance- und Produktivitätssteigerungen dank hybrider Lernstrategie

Die Allianz stellt um: Seit 2006 wird eine Vielzahl von historisch gewachsenen Anwendungssystemen in eine einheitliche Business-Plattform überführt, die von 10.000 Sachbearbeitern genutzt wird. Eine Aufgabe, die einen kontinuierlichen Qualifizierungsbedarf bedeutet. Nach bislang eher verhaltenen Erfahrungen mit E-Learning zeigt ein Pilotprojekt, wohin die Reise gehen kann: zur Verschmelzung von Präsenztraining und E-Learning.

Eine Vielzahl unterschiedlicher IT-Systeme führt die Allianz Deutschland AG in die eigenentwickelte Plattform ABS (Allianz Business System) zusammen, über die viele Millionen Verträge gepflegt und bearbeitet werden.

Ich arbeite, also lerne ich!

Mit dem neuen System gehen neue Prozesse einher, nichts ist mehr, wie es einmal war. „Die Prozesse müssen sich an das System anpassen und nicht umgekehrt. Dabei hat jede Veränderung im ABS Auswirkungen auf alle Sparten – wir sind eigentlich ständig gefordert zu qualifizieren“, erläutert Michael Skala, Referatsleiter in der Allianz Innendienst Akademie.

Pro Jahr gibt es neben unterjährigen Aktualisierungen vier Releases mit größeren Veränderungen. Die Mitarbeiter werden bisher überwiegend in Präsenzschulungen, die mehrere Tage dauern, für ABS ausgebildet – was jedoch nicht nur wegen der zeitlichen Lücke zwischen Ausbildung und Praxis mit dem Nachteil der „Wissensverpuffung“ verbunden ist.

Michael Skala, Referatsleiter, Allianz Deutschland

Die Prozesse müssen sich an das System anpassen und nicht umgekehrt. Dabei hat jede Veränderung im ABS Auswirkungen auf alle Sparten – wir sind eigentlich ständig gefordert zu qualifizieren.

 

Michael Skala, Referatsleiter in der Allianz Innendienst Akademie

Das Lernen verändert sich: Unterstützung im „Moment of Need“

Benutzerfreundlich, intuitiv und einfach sollte daher die gesuchte Lösung sein, mit der schnell und kostengünstig Schulungsunterlagen und digitale Lerneinheiten erstellt werden können, und zwar von der Allianz selbst. Eingebettet in den Arbeitsprozess soll Lernen genau in dem Umfang möglich sein, den der Mitarbeiter tatsächlich benötigt, um effektiv performen zu können.

Ein Pilotprojekt mit zwei Zielrichtungen

Von Mai bis Dezember 2015 wurden Lerneinheiten mit den Schwerpunkten „selbst lernen“ sowie „Präsenztraining und Transferphase“ selbst produziert. Von Vorteil war, dass die Trainings- und Teilnehmerunterlagen bzw. E-Learnings in einem Arbeitsvorgang erstellt werden konnten. Die starre Trennung zwischen E-Learning und Präsenztraining wurde aufgelöst: E-Learning-Einheiten sind nun in die Lernszenarien integriert und finden ihren Einsatz im Nachgang der Trainings als mediales Nachschlagewerk. Die Resonanz der Mitarbeiter ist positiv: „Jetzt heißt es, warum habt ihr uns das nicht schon länger angeboten?“, berichtet Michael Skala.