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Mobiler Performance Support

Nur wenige Technologien haben in einer so kurzen Zeit eine so große Bedeutung erfahren wie Mobilgeräte. Nahezu jeder besitzt eines und benutzt es täglich. Der unternehmensinterne Wissenstransfer kann davon immens profitieren.

Mobile Technologien

Mobile Technologien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Dafür verantwortlich ist nicht nur die erstaunliche Geschwindigkeit der Entwicklungen von Mobilgeräten, sondern gleichermaßen die Fortschritte bei drahtlosen Übertragungstechniken, Cloudservices und kostengünstige Breitbandzugängen. Das Zusammenspiel dieser Faktoren macht es möglich, dass Smartphones und Tablets im privaten Umfeld zunehmend PCs verdrängen.

Eine schnelle Google-Suche, ein Blick in Wikipedia oder ein kurzes Youtube-Video: Für Privatpersonen ist es selbstverständlich, ihren Informationsbedarf mit einer kurzen Interaktion mit dem Mobilgerät immer und überall zu decken.

Mobile Technologien am Arbeitsplatz

Der Siegeszug der privaten Nutzung von Mobilgeräten ist unzweifelhaft und beispiellos. Doch wie sieht es in Unternehmen aus? Während früher innovative Technologien zunächst meist nur von Unternehmen genutzt wurden bzw. werden konnten, ist mit Aufkommen attraktiver Mobilgeräte eine Art „Demokratisierung“ in Gang gesetzt worden: Es ist vor allem der Consumer-Markt, der mobile Technologien prägt und ganz neue Geschäftsfelder und Lösungen entstehen lässt.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es im Unternehmensumfeld noch immer eine gewisse Zurückhaltung im Einsatz mobiler Technologien am Arbeitsplatz gibt. Für immer mehr Mitarbeiter wird es aber zu einer Selbstverständlichkeit, dass arbeitsplatzrelevante Informationen ebenso schnell zugänglich und mobil verfügbar sind, wie man es sonst auch kennt.

Mobile Technologien und Performance Support

In Bezug auf den betrieblichen Wissenstransfer am Arbeitsplatz ist die Idee eines mobilen Zugriffs auf den Informationsbestand des Unternehmens naheliegend, wenn nicht sogar schon zwingend.

Das Trendthema „Performance Support“ mit Konzepten wie „5 Moments of Need“ oder „70:20:10“ basiert auf der Idee, Mitarbeitern direkten Zugriff auf kritische Informationen zu genau den Zeitpunkten zu geben, an denen sie gebraucht werden. Mobilgeräte sind dafür geradezu prädestiniert. Sie sind immer dabei, trotz Ihrer Größe extrem leistungsstark und besitzen einen permanenten Netzzugang. Zudem bleiben sie fast immer eingeschaltet und sind ohne Wartezeiten direkt nutzbar. Es hört sich überzeugend an: Eine kurze Interaktion mit dem Gerät und der Mitarbeiter findet alle Informationen, mit denen er seine Arbeitsschritte fehlerfrei und effizient erledigen kann. Die Folge: Geschäftsprozesse laufen reibungsloser, Fehler werden reduziert, der Unternehmenserfolg wird nachhaltig gesichert.

Lernen auf Abruf statt Lernen auf Vorrat

Diese Vision ist aber noch nicht Wirklichkeit geworden. Heutzutage werden Mobilgeräte vor allem für das Abrufen von E-Mails und zum Telefonieren genutzt. Und wenn doch Mobil-Projekte für die Wissensverteilung in Unternehmen in Angriff genommen werden, dann oft nur in einer Form, die den Möglichkeiten der mobilen Geräte bei weitem nicht gerecht werden. Klassische E-Learning-Projekte sind die Folge, die sich der höheren Kompatibilität von Technologien wie HTML5 für verschiedene Endgeräte zunutze machen, aber lediglich 1:1-Kopien des Angebots sind, die für das Lernen am PC konzipiert wurden. Dies mag eine nachvollziehbare Herangehensweise in Zeiten des hohen Zeit- und Kostendrucks sein. Der Nutzen dieses Ansatzes ist jedoch fraglich.

Mobile Wissensverteilung kann faktisch nicht als reines Abspielen von E-Learning-Inhalten für den PC auf Smartphones und Tablets verstanden werden. Der Anwender hat ganz konkrete Fragestellungen, auf die er eine Antwort sucht. Er kann und will zum Zeitpunkt des Bedarfs nicht durch monolithische E-Learnings navigieren, um die gewünschten Informationen zu erhalten. Er bevorzugt passende und kurze Wissenseinheiten, gerne in technischer Form eines „E-Learnings“ aber doch schnell konsumierbar.

Daher ist es nicht nur sinnvoll, sondern auch praktisch, direkt atomare Wissensbausteine zu konzipieren, die in veränderten Kontexten wiederverwendbar sind. Dies ist insbesondere für die Wartung und Pflege der Inhalte ein großer Vorteil. Weiterhin ist die Interaktion mit den Inhalten eine andere als auf einem PC. Ein Anwender interagiert durch Berührungen des Touchdisplays unmittelbarer mit den Inhalten. Eine Maus als Eingabegerät fehlt, weshalb filigrane Inhalte vermieden werden sollten, die ohne genaue Inputmethoden nicht zu manipulieren sind.

Hauptsache, der Inhalt wird nicht zum Selbstzweck, sondern der konkrete Nutzen für den Anwender steht im Vordergrund. Performance Support-Maßnahmen erfordern, dass die handlungskritischen Tätigkeiten der Endanwender analysiert und auf dieser Grundlage die notwendigen Lösungen entwickelt werden. Selbstverständlich kann das Ergebnis sein, dass auch klassisches (mobilgerechtes) E-Learning sinnvoll ist, um dem Anwender die Möglichkeit zu geben, sich auf einem Tablet selbständig in neue Themengebiet einzuarbeiten. Doch ausreichend kann dies im Sinne eines umfassenden Performance Supports nicht sein.

Chancen für Qualifizierungsabteilungen

Mobile Wissensangebote eignen sich folglich als optimales Vehikel, um einen effektiven Performance Support in ein Unternehmen zu tragen. Gerade Qualifizierungsabteilungen sind prädestiniert, sich als strategischer Partner in Sachen mobiler Unterstützung am Arbeitsplatz zu positionieren. Sie haben so die einzigartige Chance, ihren Einfluss bis tief in die Arbeitsabläufe hinein zu stärken und – provokant ausgedrückt – sich nicht nur als Zulieferer für weiche und nicht weiter unternehmenskritische Themen aufzufassen, auf die man in Zeiten von Krisen auch gerne mal verzichtet, sondern sich als kompetenten Partner in Business Performance zu etablieren.

Abschließend: Es ist zu beachten, dass (mobiler oder immobiler) Performance Support eine Strategie ist und kein Produkt, das man im Dutzend kaufen kann. Doch um Performance Support anbieten zu können, sollte eine unterstützende Software (EPSS, Electronic Performance Support System) genutzt werden, welche alle Schritte von der Wissensbedarfsanalyse, kollaborativen Erstellung der Inhalte, zur Strukturierung und dauerhaften Pflege bzw. Wartung bis hin zur kontextsensitiven Publikation unterstützen kann. Die tts GmbH bietet mit der tt performance suite eine Softwaresuite, mit der all dies möglich ist. Zudem unterstützt sie Sie auch beratend beim Aufbau eines Performance Support-Konzepts in Ihrem Unternehmen.