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Success Factors SAP

SuccessFactors ist seit 2001 im Markt tätig und verfügt über einen stetig wachsenden Kundenstamm, welcher die Spezialsoftware des Anbieters zur Unterstützung und Visualisierung seiner Talent-Management-Prozesse einsetzt. Bemerkenswert: Den BizX-Lösungen (meint „Business Execution“ mit dem Fokus Performance Management) eilt der Ruf voraus, Benchmark in vielen dieser Bereiche zu sein.

Marktführer SAP ist mittlerweile um den Faktor vier länger in der Entwicklung betriebswirtschaftlicher Software tätig, verfügt über eine um den Faktor fünf breitere Kundenbasis und hat die Lücken innerhalb einer umfassenden, attraktiven und webbasierten Talent-Management-Anwendung im Bereich Personalmanagement in den letzten Jahren kontinuierlich verringert und in einigen Bereichen aus Analystensicht sogar geschlossen.

Was kommt durch diese auf den ersten Blick ungleiche Partnerschaft auf den Markt zu? Sofern Sie bereits Unternehmenssoftware zur Unterstützung Ihrer Talent-Management-Prozesse im Einsatz haben oder dies planen, können Sie sich nun die Frage stellen, was dies für Ihre künftige HR IT-Strategie bedeutet.

Talent Management ist ein zentrales Thema der jüngeren Vergangenheit im Personalmanagement-Software-Markt. Konkret ist dies bereits seit Jahren ein Thema in Projekten – was in Anbetracht der schnellen Rhythmen der Trends und Non-Trends bereits als verhältnismäßig lange Zeit gelten mag.

Abgeleitet aus den aktuell diskutierten demografischen, betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Aspekten ist davon auszugehen, dass der Höhepunkt der Debatte noch lange nicht erreicht ist. Unternehmen gestalten Talent-Management-Prozesse, die Konzepte haben das Papier verlassen, in dem sie jahrelang das Dasein eines unbequemen Mahners verbracht haben und führen aus der operativen Personalarbeit zu ganz konkreten Aufgabenstellungen für die IT.

  • Wie ist meine Nachfolgestärke in Schlüsselpositionen?
  • Wie steht es um den demografischen Mix meiner Talentpools?
  • Und wo kann ich das alles auf Knopfdruck erfahren?

Kurzum: Wo finde ich, wie fördere und wodurch halte ich meine Talente?

Talent Management ist konkret

Unter der Prämisse, dass Personalmanagement ein, wenn nicht der Wettbewerbsvorteil des neuen Jahrtausends sein wird, kommen Unternehmen gar nicht mehr umhin, etwas in diesem Bereich „zu tun“.

Die Frage ist jedoch – was? Und dahinter steckt sehr schnell auch ein – wie?

Und das könnte der gute Teil der Nachricht sein: Sie erhalten wesentlich mehr Auswahl. „Best of Breed“ oder „Best of Suite“? Oder? Und? Die Zusammenarbeit zweier herausragender Wettbewerber kann viel Gutes für den Kunden bedeuten. SAP Business Objects ist seit einiger Zeit ein fest etablierter Begriff im Markt und hat wesentlich zur Aufwertung des Themas „Analytics“ in den vergangenen Jahren beigetragen.

SAP bietet verschiedene Integrationsszenarien der Produkte von Microsoft und Adobe an. All das sind attraktive Werkzeuge zur Beantwortung einiger Fragen aus der Sektion des „was“? Und was steckt hinter dem „wie“?

Es gibt keine Cloud, aber es gibt eine Wahl

Vor dem Hintergrund zweier recht unterschiedlicher Technologieansätze wie derjenigen von SuccessFactors und SAP muss an dieser Stelle mit einem Vorurteil aufgeräumt werden: Es gibt keine Cloud, nein, der Speicherplatz ist sogar in jedem Fall sehr gut fassbar.

Das Differenzierungsmerkmal der Software von SuccessFactors ist nicht einmal der Betrieb über Unternehmensnetzwerkgrenzen hinweg.

Die „Cloud“ ist ein Begriff, der den Umstand beschreibt, der aktuell am häufigsten diskutiert wird: Ihre Unternehmensdaten verlassen Ihr Unternehmensnetzwerk. Was noch mehr dahinter steckt, und das ist sicher keine neue Erkenntnis, ist der Unterschied in der Gestaltungs- und Betriebsphilosophie, der sich hinter einer „On-Demand“- und „On-Premise“-Lösung verbirgt.

Die grundlegenden Fragen lauten daher: Ob und wann und wie sind Sie bereit dafür, die Beschreibung Ihrer Top-Talente und anderer sensibler HR-Daten grundsätzlich auf einem anderen Server als dem Ihren zu speichern? Ob und wie kommen Sie zu diesem Punkt? Die Frage hängt auch davon ab, wie bereit Sie sind, die Ausgestaltung der unterstützenden Software nach Ihren Anforderungen zu beschränken und verstärkt der Software in Ihren Prozessen zu folgen? Was bedeutet das für mein Projekt?

Der „kleine“ Unterschied

Die „Cloud“ bedeutet hier, wenn wir uns den Bereich der Features & Functions der Lösungen von SuccessFactors und SAP anschauen, dass die eine Software ein im Grundsatz „geschlossenes System einer Best Practice“ darstellt (SuccessFactors) und die andere ein größtenteils organisch gewachsenes und erweiterbares Ganzes (SAP).

Doch, SuccessFactors ist auch anpassbar, konfigurierbar und innerhalb des Unternehmensnetzwerks einsetzbar. Das jedoch ist nicht typisch für SuccessFactors-Implementierungen, der Ansatz der Projekte ist die schnelle Implementierung und Einrichtung der vordefinierten Prozesse.

Dies wird insbesondere im Bereich der Zielvereinbarungen und Beurteilungen deutlich. Traditionell eine Stärke von SuccessFactors, gerade was das „Look and Feel“ und „Functions and Features“ betrifft.  In der Gestaltbarkeit weist allerdings die SAP Lösung einen weit höheren Flexibilisierungsgrad auf. Hier erwartet der Einsatz der Lösungen von SuccessFactors ein höheres Entgegenkommen der Prozesse zur IT.

Auf der anderen Seite bedeutet weniger Anpassung auch weniger technischen Aufwand in der Umsetzung eines Projekts. Zwar möglich unter SAP, aber eben nicht unbedingt typisch.

Die „geerdete“ SAP HR-IT-Strategie einer Software, die zwar „Standard“ besitzt, aber durch ein immens großes Partnernetzwerk kompetent und zielführend auf die Unternehmensbedürfnisse zugeschnitten werden kann, hat sich für viele Kunden bewährt.

Kurzfristig erwarten wir aus Beratungssicht keine gravierenden Veränderungen in den Anteilen der jeweiligen Verbreitungsdichte der Anwendungen. Insbesondere die Integration zwischen einer „On-Demand“-Lösung in der „Cloud“ und der „HR Core“-Prozesse und Daten vor der „Cloud“ dürfte in den kommenden Monaten die größte Herausforderung der SAP darstellen, um SAP-durchdrungenen Unternehmen, die aktuell vor einer Investitionsentscheidung im Bereich Talent Management stehen, etwas an die Hand zu geben.

Hybrid – vielleicht nicht nur ein Motor

Die Kombination aus SAP-ERP-Daten mit neuen Darstellungsformen via Webservices ist mittlerweile kein Neuland mehr in anspruchsvollen IT-Projekten. SAP-Daten sprechen mit TYPO3-Frontend-Komponenten und umgekehrt, ein IBM Websphere-Portal integriert SAP ESS-Anwendungen oder ein Adobe Interactive Form sendet das offline dokumentierte Performance-Feedback-Gespräch per Mail zurück nach SAP.

Dieser Ansatz lässt zumindest die Option realistisch erscheinen, beide Lösungen, SuccessFactors und SAP, als „hybrides Modell“ von „Cloud“ und „Earth“ zu verbinden – Daten on-premise, Anwendungen on-demand.

Aus Beratersicht sollte man beides tun: die Weiterentwicklungen der SAP aufmerksam verfolgen und in Ihren Projekten nahe an Anforderungen und Prozessen arbeiten, um gemeinsam die bestmögliche Lösung zu erreichen. Wir werden auch SuccessFactors einer tieferen Analyse unterwerfen und Ihnen die Chancen und Möglichkeiten dieses Produkts aus dem Hause SAP vorstellen.

Jan Herrmann | Senior Consultant | tts GmbH