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Baumarktkette bauMax - 9 Länder, 9 Sprachen, ein E-Learning

Wie die österreichische Baumarktkette bauMax in kürzester Zeit in neun Ländern (und neun Sprachen) SAP-Kernkompetenz bei ihren Mitarbeitern aufgebaut hat.

Der Kunde

Vom Bauen bis zum Wohnen: Alles aus einer Hand. bauMax gilt in Zentral- und Südosteuropa als Pionier in Sachen Heimwerken. In den Bereichen Bauen, Wohnen, Garten und Werkzeug steht bauMax für Kompetenz und Fortschritt.

Die Herausforderung

Die Zielgruppe für die Vermittlung der SAP-Kompetenz waren alle Marktmitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkauf sowie die Kassenkräfte in neun Ländern: Österreich, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Ungarn, Kroatien, Rumänien, Bulgarien und Türkei. Somit mussten die zu schulenden Trainings und Lerneinheiten in neun verschiedenen Landessprachen abgehalten werden. Der Lernbedarf lag für alle Mitarbeiter in den Grundlagen von SAP und der Artikelsuche. Für Verkäufer, Fachberater und Teamleiter wurden zusätzlich rollenspezifische Schulungen angeboten, um bestimmte SAP-Inhalte zu vermitteln.

Die Ausgangssituation war denkbar herausfordernd: erstens eine international verteilte Zielgruppe, die von Österreich aus betreut wurde. Das bedeutete hohe Reisekosten, Sprachbarrieren bei den Trainings und Übersetzungsaufwand. Zweitens waren die SAP-Kenntnisse – soweit überhaupt vorhanden – sehr heterogen. Schnell erkannte man, dass nicht alle Inhalte mit E-Learnings abgedeckt werden konnten, ebenso wenig wie die reine Vermittlung durch Trainings.

Das Projekt

Die Lösung lag im Blended Learning, also einer didaktisch sinnvollen Verknüpfung von traditionellen Präsenzveranstaltungen und modernen E-Learnings. Das SAP Basiswissen für die einzelnen Märkte wurde per E-Learnings vermittelt. Dies gab den Mitarbeitern die Möglichkeit, vor und nach Präsenztrainings Inhalte zu wiederholen oder online Situationen zu simulieren. Wurden die E-Learnings erfolgreich absolviert, durften sie an den Präsenztrainings teilnehmen, welche vor Ort abgehalten wurden. Damit konnten vertiefende, rollenbasierte Inhalte für Verkäufer, Fachberater, Teamleiter und Führungskräfte vermittelt werden.

Die Umsetzung

Da bauMax die E-Learnings selbst produzieren wollte, um Aktualisierungen rasch umsetzen zu können, waren die Anforderungen an ein effektives Autorentool hoch. Neben einer leichten Bedienbarkeit für die Autoren sollten die E-Learning-Sequenzen einfach zu erzeugen sein. Zudem wollte die Baumarktkette Simulationen erarbeiten, in denen die Mitarbeiter selbst üben konnten, anstatt sich von PowerPoint-Präsentationen berieseln zu lassen.

Eine zentrale und übersichtliche Verwaltung der Lerninhalte mit Reporting-Möglichkeiten war ebenfalls gewünscht, um aus der österreichischen Zentrale heraus die Prozess- und Freigabefortschritte zu begleiten. Das Autorentool sollte außerdem den internationalen Autorenprozess unterstützen und die einfache Bildung von Sprachvarianten ermöglichen. Die Wahl fiel auf die tt knowledge force von tts, weil dieses Autorentool alle Voraussetzungen erfüllte. Durch die Office-nahe WYSIWYG- Oberfläche (What you see is what you get) waren Wiedererkennungseffekte vorhanden und viele Funktionen bekannt.

Die SAP-Beispiele waren einfach aufzuzeichnen und der Key-User spielte den Prozess nur einmal durch, um mehrere Ausgabeformate zu erzeugen. Eine zentrale, serverbasierte Verwaltung der Lerninhalte war ebenso enthalten wie eine Workflow-Steuerung. Die gewünschte Bildung von Sprachvarianten ermöglichte die Re-recording Funktion einfach und effizient. Und ein nicht unwesentlicher Vorteil der tt knowledge force lag darin, dass alle erforderlichen Sprachvarianten vorhanden waren.

 

Die E-Learning-Produktionsstraße

Nachdem sich bauMax für ein Autorentool entschieden hatte, galt es, ein Kurskonzept für die deutschsprachigen Masterkurse zu erstellen: welche Kurse wurden benötigt, wie sollte der Kursaufbau strukturiert sein. Dafür empfiehlt tts stets, Templates zu erzeugen, da diese den Prozess stark vereinfachen und den Erstellungsprozess rationalisieren. Denn trotz unterschiedlicher Autoren sollten die E-Learnings einheitlich aufgebaut sein und über ein professionelles Design verfügen.

Deshalb legten tts und bauMax fest, wie die E-Learnings aussehen und was die Inhalte sein sollten. So war zum Beispiel die Einleitungsseite fix definiert. Ihr entnahm der Lerner, was und wie lange er lernen wird. Diese mit Hilfe von Templates erstellten Basislerneinheiten mussten nun von den verschiedenen E-Learning-Autoren lediglich befüllt, jedoch nicht jedes Mal neu gestaltet werden. Als dritter Schritt auf der E-Learning-Produktionsstraße folgte nach Konzept und Templates das Storyboard. Hier wurde festgelegt, welche Beispiele aus SAP gezeigt werden, um den Inhalt direkt zu vermitteln, etwa „Wie lege ich eine Bestellung an?“ oder „Wie suche ich einen Artikel?“. Diese Inhalte waren problemlos mit der tt knowledge force zu erstellen, indem man im System ein neues Dokument erzeugte und das passende Template auswählte.

In der Autorenumgebung konnte dann die objektorientierte Aufzeichnung vorgenommen werden. Nach dem Storyboard nahmen die bauMax Autoren die Basisrecordings vor, die im nächsten Schritt von den Key Usern didaktisch aufbereitet wurden. Nach der anschließenden Qualitätssicherung folgte dann die Veröffentlichung.

Nachdem die deutschsprachigen E-Learnings fertig gestellt waren, wurden nun mit Hilfe der Re-recording-Funktion der tt knowledge force einzelne Varianten gebildet. Von E-Learnings, die bereits über Bilder, Simulationen und automatisch generierte Texte verfügten, konnten automatisch Kursvarianten erzeugt werden; die Key User in den Ländern übertrugen jeweils die Masken in die Landessprache. Danach erfolgte die Übersetzung der Kurse.

Dies nahmen die bauMax Mitarbeiter in den Ländern selbst vor, die tt knowledge force führte die Autoren durch das System. Die automatisch generierten Texte wurden automatisch ausgetauscht, zusätzliche Textboxen mussten manuell übersetzt werden. Die jeweiligen Veröffentlichungen der Kurse in Tschechisch, Slowakisch, Slowenisch, Ungarisch, Kroatisch, Rumänisch, Bulgarisch oder Türkisch erfolgten in den Ländern jeweils auch nach einer Qualitätssicherung.

Die Vorteile

Alle E-Learnings von bauMax wurden über ein Learning Management System zentral verteilt, zudem fand eine Lernerfolgskontrolle statt. Die erfolgreiche Absolvierung der E-Learnings war Voraussetzung für die Teilnahme an den Präsenztrainings. So wurde ein einheitlicher Wissensstand sichergestellt. Durch die damit homogeneren Trainingsgruppen waren die Teilnehmer zufriedener und es konnte ein signifikant besserer Trainingserfolg erzielt werden. Die E-Learnings standen den Mitarbeitern von bauMax auch nach den Präsenztrainings zur Vertiefung und Wiederholung der Inhalte zur Verfügung.