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Bosch Siemens Hausgeräte - weltweit Compliance-Themen trainieren

Die Siemens AG und die Robert Bosch GmbH gründeten 1967 die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH (BSH) als Gemeinschaftsunternehmen. Seit Januar 2015 gehört die BSH ausschließlich zur Bosch Gruppe. Im Jahr 2014 wurde ein Umsatz von rund 11,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Weltweit beschäftigt BSH 53.000 Mitarbeiter in 50 Ländern. Das Produktportfolio umfasst alle modernen Hausgeräte. In Europa ist BSH Marktführer, weltweit die Nummer drei.

Einheitliche Standards im Compliance-Training

Trotz einer Vielzahl von Fabriken im In- und Ausland und eines globalen Vertriebs- und Servicenetzes soll sichergestellt werden, dass jeder Mitarbeiter gemäß seines Verantwortungsbereichs in Sachen Compliance geschult wird. Dabei soll ein weltweit einheitlicher Standard für Compliance-Trainings nachweisbar eingehalten werden.

Die Lösung: Das IMPACT-Programm

Erich Danzer, Head of Human Resources Corporate Processes bei BSH, berichtete in seinem Vortrag „Zielgruppenbasierte Steuerung von weltweiten Compliance-Trainings“ über die Organisation und die Durchführung von Compliance-Schulungen auf der Basis einer modernen Lernplattform. Diese Plattform wurde zusammen mit tts entwickelt, um das IMPACT-Programm (International Management Program for Compliance Training) umzusetzen. Es besteht aus den drei Bausteinen Zielgruppenmanagement, Compliance-Training und Compliance- Training-Reporting.

Die Umsetzung

An der Spitze der BSH-Compliance-Organisation steht der Chief Compliance Officer, der in der Firmenzentrale in München seinen Sitz hat. Auf den Ebenen darunter gibt es jeweils regionale und lokale Compliance Manager. Von großer Bedeutung ist der jeweilige Vorgesetzte, weil ihm die Aufgabe zukommt, den „Umfang“ der Compliance- Trainings zu bestimmen, die sein Mitarbeiter durchlaufen muss. Dazu teilt er jeden Mitarbeiter einer oder mehreren bestimmten „Zielgruppe(n)“ zu.

Je nach Aufgabenbereich oder Rolle gibt es mehr oder weniger ausführliche, aber weltweit einheitliche Trainings. Ein Personalsachbearbeiter muss andere Compliance-Vorschriften beachten als ein Außendienstler oder ein Lagerarbeiter. Trotz aller „Einheitlichkeit“ werden die Trainings sprachlich und optisch an die jeweilige Kultur adaptiert. Das IMPACT-Programm zur Gewährleistung eines standardisierten Compliance-Trainings ruht auf folgenden drei Säulen:

1. Zielgruppenmanagement

  • Zielgruppenzuweisung. Der Vorgesetzte teilt (über sein Portal, mit dem er täglich arbeitet) jeden einzelnen Mitarbeiter einer oder mehreren Compliance- Zielgruppe(n) zu. Er sieht über einen entsprechenden Status, wer wann erfolgreich geschult wurde oder wer seine erforderlichen Schulungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen hat.
  • Bestimmung der verpflichtenden Trainings durch die Compliance-Verantwortlichen.
  • Automatische Information der Mitarbeiter per E-Mail. Sie werden von der Lernplattform aufgefordert, bestimmte Trainings zu absolvieren. Ein Mitarbeiter, der befördert wird, erhält eine Aufforderung, weitere Compliance-Trainings zu besuchen, wenn seine neue Aufgabe (Planstelle) das erfordert.
Erich Danzer, Head of HR Corporate Processes, BSH Haushaltsgeräte

Die Führungskräfte der BSH und deren Mitarbeiter loben die Abwicklung des Compliance-Trainings als sehr benutzerfreundlich.

 

Erich Danzer, Head of HR Corporate Processes, BSH Haushaltsgeräte

2. Compliance-Trainings

  • Durchführung der Compliance-Trainings. Je nach Situation am Arbeitsplatz können die Trainings online oder im Seminarraum stattfinden. Der Mitarbeiter bekommt eine Einladung (und gegebenenfalls eine Erinnerung) von der Lernplattform. Die BSH setzt dazu die SAP-LSO-Lernplattform ein.
  • Dokumentation aller Trainingsmaßnahmen für das interne Berichtswesen und die Absicherung des Unternehmens gegenüber staatlichen Aufsichtsstellen.

3. Compliance-Training Reporting 

  • Management des Trainingsprozesses durch die Führungskräfte und die Compliance-Organisation. Jede Führungskraft sieht, wo die einzelnen Mitarbeiter in Sachen Compliance stehen.
  • Erstellung von aggregierten Analysen zur Steuerung des Trainingsprozesses. Bei der BSH werden derzeit 53.000 Personalstammdaten gepflegt. Sie alle werden auch für den Compliance-Trainingsprozess genutzt.

Die Führungskräfte der BSH und deren Mitarbeiter loben die Abwicklung des Compliance-Trainings als sehr benutzerfreundlich. Das gilt auch, wenn bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes ergänzende Schulungen notwendig werden. Zusammengefasst bleibt festzuhalten: Die Zuordnung der Zielgruppen und die Lernprozessverfolgung geschieht über IMPACT. Die Buchung und Durchführung der Trainings erfolgt über das Lernportal, die SAP-LSO. Das Reporting wird über ein separates Business Warehouse abgewickelt.